Tipps zum Sporttreiben bei Arthrose

Unsere Gelenke sind hervorragend an ihre Aufgaben im Körper angepasst: Sie verbinden die Knochen und sorgen dafür, dass Bewegungen problemlos möglich sind. Dafür besitzen die Knorpel eine glatte Oberfläche, um den Reibungswiderstand so gering wie möglich zu halten und die einzelnen Elemente geschmeidig zu machen.

Um effektiv zu trainieren und seinem Körper auch wirklich etwas Gutes zu tun, sollte ein sportliches Training individuell auf den einzelnen Patienten abgestimmt werden. Das bedeutet, dass das Pensum an die persönliche Kondition und den Trainingszustand angepasst werden muss. Denn Arthrose entsteht zwar unter anderem durch zu wenig Bewegung – unter Umständen aber auch durch zu viel.

Suchen Sie sich deswegen zu Beginn Übungen aus, die Ihnen leicht fallen. Auf diesen Übungen können Sie dann langsam aufbauen. Es sollte darauf geachtet werden, dass die Belastung nicht zu einseitig ist und am besten der ganze Körper in das Training einbezogen wird. Ganz wichtig ist, dass man beim Training schmerzfrei ist. Das heißt, dass man sich in Phasen, in denen die Beschwerden stärker sind, schonen sollte. Um eine gewisse Regelmäßigkeit zu erzielen, suchen Sie sich mindestens drei Tage in der Woche aus, die Sie zum Trainieren nutzen. Alternativ sind auch 30 Minuten pro Tag eine gute Lösung.

Das Training können Sie gut mit Ihrer Freizeitgestaltung kombinieren, denn Sport ist wohl die einzige Therapie gegen Arthrose, die Spaß machen kann. Falls Sie Probleme haben, sich alleine zu motivieren, suchen Sie sich eine Sportgruppe, denn zusammen fällt alles leichter. Durch Sport bei Arthrose können Sie selber etwas tun und im besten Fall sogar eine Operation vermeiden. Daneben können Sie auch anderen Erkrankungen durch ein regelmäßiges sportliches Training vorbeugen. Besprechen Sie sich mit Ihrem Arzt und fangen Sie am besten noch heute mit dem Training an.

Gelenke benötigen Nährstoffe

Wie alle Gewebe des Körpers, so sind auch die Gelenke auf eine ausreichende Zufuhr mit Nährstoffen angewiesen. Die Mineralstoffe, Proteine und Kohlenhydrate gelangen über das Blut in die Gelenkflüssigkeit und werden von dort direkt von den Knorpelzellen aufgenommen. Durch viel Bewegung und Sport erhöht sich für die beanspruchten Gelenke der Bedarf an spezifischen Nährstoffen. Sind diese nicht in ausreichender Menge vorhanden, so wird das Knorpelgewebe mit der Zeit faserig und rau. Die Gelenke gleiten nicht mehr so reibungslos aneinander vorbei. Hält die Unterversorgung an, so können Knorpelzellen absterben und die Gelenke weiter verschleißen.

Gelenke werden vielfach belastet

Werden die Gelenke intensiv beansprucht, so steigt die Konzentration an schädlichen freien Sauerstoffradikalen (oxidativer Stress). Gleichzeitig wird das Immunsystem geschwächt. Hinzu kommt, dass auch leichte Sportverletzungen (beispielsweise Prellungen), die auf den ersten Blick keine dauerhaften Schäden hervorrufen, auf zellulärer Ebene Entzündungs- und Degenerationsprozesse einleiten können, die oft ebenfalls einen Gelenkverschleiß zur Folge haben.

Stundenlang im Büro, dann Sport – Belastungsprobe für die Gelenke

Viele Menschen verbringen ihren Arbeitstag sitzend. Doch dies schont nicht etwa die Gelenke! Im Gegenteil: Sie müssen sich sogar bewegen, um die Nährstoffe über die Gelenkflüssigkeit in die Knorpel förmlich hineinzupressen. Man kann es sich wie einen Schwamm vorstellen, der bei jeder Bewegung alte Flüssigkeit abgibt und neue aufnimmt. Beim stundenlangen Sitzen hingegen bleibt die Gelenkflüssigkeit regungslos, und die enthaltenen Nährstoffe sind bald aufgebraucht. In dieser Zeit wird der Knorpel also wieder nicht ausreichend versorgt. Daher erstaunt es nicht, dass Sportler, die im Alltag an Bewegungsmangel leiden, in den Trainingszeiten besonders stark von einer Unterversorgung mit Nährstoffen betroffen sind. Denn die Gelenke können sich in den Ruhephasen nicht ausreichend auf die anschließenden extremen Belastungen vorbereiten.

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